16.07. nach Kautokeinu
und nicht Guovdageaidnu, wie der Ort auf Nord-Samisch heißt.
Aber davor:
Wir bewegen uns weiter südlich in die Finnmark bis nach Karasjok. Im dortigen sapmi Park lassen wir uns die Sami-Kultur erst in einem Film, dann von einem Sami selbst erklären. Interessant sind die Veränderungen eines Nomaden-Lebens in der heutigen Zeit mit Motorschlitten, Handy usw. Trotzdem folgen die Sami weiterhin den Bewegungen ihrer Rentier-Herden im Sommer nach Norden und im Winter nach Süden. Nur haben sie jetzt 3 feste Häuser und bauen nicht alle paar Tage ihre Zelte woanders auf.
Ein Besuch des Sami-Parlamentes zeigt ein von außen architektonisch interessantes Gebäude. Nur schwierig zu fotografieren, deshalb hier ein geklaute Bild, ich selbst wollte nicht mit meiner Drohne über das Parlament fliegen.
Wir hatten uns dann zu entscheiden zwischen einem Rastplatz an der 92 oder einem Camping-Platz in Kautokeino. Es wurde der Camping. Eine gute Wahl. Abends kochte Gun Elisabeth, die Besitzerin für die Gäste noch Kaffee im Zelt und nochmal wurde viele Fragen zur Sami-Kultur beantwortet.
Wusstet ihr, dass Sami-Hochzeiten oft mehrere Hundert, sogar tausend Gäste haben? Viele Paare lernen sich bei den Hochzeiten anderer Paare kennen: wer verheiratet ist, erkennt man an den Formelementen auf den Gürteln. Eckig = verheiratet, rund = frei.
Wie Ihr vielleicht gemerkt habt, verzichten wir auf den "Abstecher" nach Kiruna und Umgebung. Das wären noch mal fast 1000 km hin und zurück. Statt dessen sind wir jetzt auf dem Weg nach Kiruna, das heißt auch Finnland durchqueren wir nur kurz.
AntwortenLöschen