26.07. nach Amsele

 Wir haben uns entschieden für die nächsten Tage einen längeren Abstecher ins Inland zu machen - auf einer Route, die wir vor fünf Jahren schon einmal gefahren sind, bzw. fast, denn wir fahren jetzt in entgegengesetzter Richtung von Osten nach Westen und Norden nach Süden ... so ungefähr ...

Wir sind schon um 10 Uhr startklar und fahren zunächst den Ort Skelleftea an.

 Bummel durch Parks und Fußgängerzone, anschließend noch einkaufen im Stora Co Op. Riesenladen, aber inzwischen wissen wir halbwegs, wie die Schweden alles in ihren Läden anordnen, und kommen einigermaßen klar. Dann geht es landeinwärts. Der kleine Ort Burträsk ist das erste Ziel - zum Glück dauert das nur eine gute halbe Stunde, denn ich habe Hunger - und deshalb sind wir ja auch dort: Hier wird der Västerbottenost (Käse) hergestellt und es gibt nicht nur eine Ausstellung in den Räumen der Fabrik, sondern auch ein "Sommarcafé", wo man leckeren "Ostpaj", also Käsepastete bekommt. Das Ganze mit Salat und leckerer Krabben- bzw. Moltebeermayonaise. Vor lauter Hunger haben wir vergessen ein Foto zu machen.

Dann weiter nach Vindeln, benannt nach dem Fluss Vindel - einer der wenigen großen Flüsse, die nicht in Sachen Wasserkraft genutzt werden und ohne Eingriffe in ihre Natur sind. Spiegelglatte Flussflächen wechseln sich mit wilden Stromschnellen ab. Das kann man im Park "Vindelns Naturreservat" gut beobachten. Und die Kunstausstellungen in der alten Mühle auf dem Gelände gibt es auch immer noch - jeden Sonntag wechseln hier die Ausstellenden.

Auf dem Weg nach Vindelnmal wíeder eine "Baustelle", d.h. meist eine unendlich lange Schotterstrecke mit vielen Löchern, an der auch nicht immer gearbeitet wird. Da kommt man natürlich nur langsam voran - wir jedenfalls, die Schweden brettern einfach durch und überholen uns.

Die Suche nach einem Platz für die Nacht scheint erst schwierig - zwar finden wir einen kleinen Campingplatz am Fluss, aber es gibt keine aktive Rezeption, was bedeutet, dass per App gezahlt werden muss. Das ist oft eine, die man nur bekommt, wenn man eine schwedische Personennummer hat, also die schwedische Staatsangehörigkeit. Hmmm ... wir fahren weiter. In unseren Apps finden wir allerdings keine Empfehlungen für die Umgebung, aber da wir selber die Augen offen halten, kommen wir bald an einem kleinen Campingplatz vorbei, der im kleinen Ort Amsele ebenfalls am Fluss liegt. Der Besitzer spricht fließend deutsch, alles ist sehr gepflegt, es gibt viel Platz für alle und wer mag, kann die Sauna nutzen oder den kleinen Minigolfplatz. Nach einem kurzen heftigen Schauer unterwegs ist es inzwischen auch wieder trocken und die Picknickbank vor unserem Platz kann genutzt werden. Ein paar Meter weiter rauscht der Fluss - herrlich.


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